Europa 2.0: Von der Vertrauenskrise in der Wirtschaft zu einer menschenwürdigen Wirtschaftsordnung

Zusammenfassung

Die Weltwirtschaftskrise hat Ökonomie und Politik in einen Zustand kollektiver Schockstarre versetzt. Die Unsicherheiten und Vertrauensverluste, die die Märkte prägen, zeigen einmal mehr auf, dass nicht alles in Bezug auf die Realökonomie mathematisiert werden kann, auch wenn die ökonomischen Wissenschaften dies in den letzten Jahren nahelegten. In seiner Rede im Rahmen der politischen Akademie Tutzing am 08. Juli 2011 analysiert Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel die Auswirkungen der Krise gerade in Europa. So führt die allgemeine Verunsicherung zu einer immer größer werdenden Entfremdung innerhalb der Union. Ein erweitertes Verständnis von Wirtschaften als zweckrationales Handeln unter den Bedingungen der Knappheit, mit dem Ziel des Schaffens und Mehrens von Wohlstand, kann helfen, den Faktor „Mensch“ wieder in die Ökonomie zu integrieren und das verlorene Vertrauen zueinander zurückzugewinnen. So kann auch der Mut aufgebracht werden, sich zu einem „Europa 2.0.“ zu bekennen: Einem nicht nur ökonomisch, sondern auch ideell vernetztem Staatenbund, der als Einheit die Probleme der heutigen Zeit bewältigen kann.

Erschienen in Berlin, 2011

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Dokumententyp:

Vortrag

Fachgebiete:

WIRTSCHAFT